Keine andere Region in Deutschland hatte 2016 einen so großenTourismusboom wie die Insel Usedom. Usedom ist wie man so sagt absolut>in<. Und das zu recht. Herrliche weiße Sandstrände und ein grünes, bewaldetes und durch zahlreiche Seen durchzogenes Inselinneres.
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Als im Jahr 1814 Swinemünder im Meer badeten, überlegte der Magistrat noch, ob er sie ins Gefängnis oder ins Irrenhaus sperren solle. Zehn Jahre später hatte sich die >Unsitte< an der pommerschen Küste durchgesetzt: Swinemünde, am Ostzipfel von Usedom gelegen und heute zu Polen gehörend, wurde Bad.
Auch Heringsdorf entwickelte sich zum Seebad, und zwar zum feinsten der Insel. Aristokraten, Bankiers und Diplomaten schritten hier zum Bade, streng nach Geschlechtern getrennt; gen Norden die Herren, die Damen nach Süden. In der neutralen Zone entstand später das Familienbad. In einem Reiseführer von 1906 als >teuerster Badeort der Ostsee< gepriesen, bot Heringsdorf seinen Gästen vielfältigste Vergnügungen und stand den Bädern der Riviera in nichts nach. Heute gehört die einstige Prüderie der Vergangenheit an; bunt gemischt und >oben ohne< aalt man sich im weichen Ostseesand.

Bademoden an der Ostsee - ca. 1900-1920